Neuigkeiten


Aktuelle Neuigkeiten und Informationen rund um Cinderella e.V.

Gerne informieren wir Sie über Neuigkeiten rund um unsere Beratungsstelle. Bei Fragen oder Anregungen kommen Sie gerne auf uns zu.

Cinderella e.V. im TV – Juni 2019


Am 25.06.2019 wurde um 19 Uhr im Bayerischen Fernsehen ein Beitrag über Cinderella e.V. gezeigt. Der Beitrag gibt Einblicke in unsere Beratungsarbeit, man sieht Ausschnitte eines Interviews mit unserer Psychologin Frau Zollner und die Räumlichkeiten.

Cinderella News 2018


Welche Themen uns 2018 in unserer Arbeit in der Beratungsstelle bewegten und beschäftigten finden Sie in den jährlich erscheinenden Cinderella-News.

TV-Beitrag zum Thema Essstörung – Oktober 2018


Am 10. Oktober 2018 wurde im 3sat eine anschauliche Dokumentation über Essstörungen gezeigt. Auch unsere Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführung, Dr. Silke Naab, war hier im Interview zu sehen.

Artikel über Selbsthilfegruppen bei Essstörungen


Ein Artikel zum Thema Selbsthilfegruppen bei Essstörungen ist auf der Onlineplattform der Apotheken-Umschau erschienen. Dazu gibt Sabine Sperl (vorher Schoberth) von Cinderella e.V. ein Interview und stellt das Konzept unserer Gruppen vor.

Untersuchung zur Wirksamkeit des Salut-Programms bei Cinderella e.V.


Näheres über die Untersuchungsergebnisse finden hier…

Initiative „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“


Sie können sich aktiv an der Initiative „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“ beteiligen!

Bekämpfung der Pro-Anorexie-Seiten im Internet – Eine Aktion von „Leben hat Gewicht“


Eine Aktion von „Leben hat Gewicht“ ist die Bekämpfung der Pro-Anorexie-Seiten im Internet. Es handelt sich dabei um Internetseiten und Foren, auf denen Magersüchtige sich gegenseitig zur weiteren und verstärkten Ausübung ihrer Magersucht aufrufen.

Zum Teil wird dabei eine an Sekten erinnernde Identifikation dargestellt und die Besucherinnen der Seiten aufgefordert, sich die veröffentlichten Grundsätze ebenfalls zu Eigen zu machen.

Wer solche Seiten im Internet entdeckt, kann diese Seiten an Jugendschutz.net melden (https://www.jugendschutz.net/hotline/).
Jugendschutz.net setzt sich dafür ein, dass die Seiten aus dem Internet gelöscht und Betroffene stattdessen durch die Platzhalterseite http://www.anaundmia.de/ auf seriöse Beratungsangebote aufmerksam gemacht werden.

Kontakt

Aktionskreis für Ess- und Magersucht Cinderella e.V.

Gaßnerstraße 17
D- 80639 München

Telefon: +49 / 89 / 502 12 12
Mail: info@cinderella-beratung.de

 Kontaktdaten Download (VCF)

Sprechzeiten

Montag bis Donnerstag.
(Genaue Zeiten entnehmen Sie bitte dem Anrufbeantworter)

Der Weg zu uns

Mit Bus und Tram:

Sie erreichen uns mit den Trambahnlinien 12, 16 und 17 und mit den Buslinien 51 und 151 - Haltestelle Romanplatz. Vom dort aus sind es fünf Minuten zu Fuß zu uns.

Mit der S-Bahn:

Oder Sie steigen am S-Bahnhof Laim aus, von dort sind es ca. 15 - 20 Min. zu Fuß.
Alternativ fahren Sie von Laim aus mit den Buslinien 51 (Ri. Moosach Bhf) oder 151 (Ri. Westfriedhof) bis zur Haltestelle Hirschgartenallee.

Vom Hauptbahnhof sind wir in etwa 20 Min. zu erreichen.

Aktionskreis für Ess- und Magersucht Cinderella e.V.

Gaßnerstraße 17
D- 80639 München
Tel:
+49 / 89 / 502 12 12
Fax: +49 / 89 / 502 25 75
Mail: info@cinderella-beratung.de

 

Kontaktdaten Download

 

„Betroffene“ - Bild mit Schokoladenbaustelle:


Bild Betroffene

Verschiedenfarbige Figuren mit unterschiedlichsten Proportionen sind um eine Baustelle versammelt. Das Zentrum der Baustelle ist eine überdimensional große Schokolade, die die Arbeits- und Oberfläche eines Tisches bildet.

Hier wird mit allen Händen angepackt und herumgewerkelt. Mit einem kleinen Kran werden erst winzige Schokoladenstücke abgetragen. Zwei müssen sich mit vereinten Kräften zusammentun, um mit der Axt ein beträchtlich größeres Stück Schokolade herunterzuhauen. Jemand wirft einen Würfel mit verschiedenen Smileys, verschiedenen Gefühlen. Die Augenzahl, in diesem Fall die „Augenstimmung“ entscheidet ähnlich wie beim Spiel „Zeitungsschlagen“ wie viel Schokolade vom silbernen Papier befreit und zum Essen freigelegt werden kann.

Die hellgrüne Figur kann daraufhin das Papier aufschneiden. Die gelbe Person bearbeitet mit kleinen Werkzeugen das Papier, das die Schokolade zäh unter einer silbernen massiv wie Stahl wirkenden Schicht verhüllt. Die pinke, fast tänzerisch und etwas zerbrechlich wirkende Figur hat sich aufgerichtet und hält ein Warnschild in die Höhe. Es weist schon von weitem darauf hin, dass sich eine Baustelle anbahnt. Neben ihr steht ein in Signalfarben leuchtender Kegel. Gestützt wird der Tisch von etwas provisorisch wirkenden Baustellenabgrenzungs-teilen.

Die Baustelle ist mitten auf der Straße und bringt so den Verkehr um sie herum zum Stocken. Betroffene fühlen sich manchmal so als wäre alles auf ihrem derzeitigen Lebensabschnitt eine riesige unüberwindbare Baustelle, die alles um sie herum in Chaos stürzen lässt. Etwas ist blockiert. Es geht kurzzeitig nicht weiter. Die Schokoladenbaustelle bringt die Fahrt zum Erliegen. Man muss anhalten und sich die Zeit nehmen, das Thema anzugehen, das Essproblem anzupacken. Ist das Essverhalten nämlich nicht mehr so, dass man damit gesund weiterkommen wird, so verlangsamt sich der Motor, der Antrieb, das immer komplizierter wirkende Leben, in dem die Baustelle immer deutlicher, näher und unübersehbar die Lebensfahrt, den eigenen Weg ausbremst.

Dann ist es wichtig, dem Problem ins Auge zu sehen und selbst anzupacken. Auch wenn die Schicht über der Schokolade undurchdringbar wie Stahl erscheint, so gibt es doch Werkzeuge sie zu durchbrechen. Dabei ist das Wichtigste der Wille anzupacken, zu kämpfen, die Baustelle in Angriff zu nehmen. Es mag sein, dass sich die Baustelle wie ein unüberwindbar scheinender Berg vor den Betroffenen auftut, aber letztendlich kann man immer daran arbeiten, wenn man erst einmal bereit ist, dort anzusetzen wo es am meisten stockt. .

„Angehörige“ - Bild mit Himmelsleiter und Fallschirm:


Bild Betroffene

Eine silberne Leiter führt in die Höhe und wird dabei immer schmaler und zerbrechlicher. Ganz oben steht eine goldene Figur mit einem Rucksack, aus dem massenweise Essen und Proviant herausfallen. Die Person wirkt durch ihre Haltung sehr leicht, fast so als würde sie wie eine Feder schweben: Eine Verlockung dort oben zu stehen und sich so leicht zu fühlen als würde man schweben und abheben. Aber der Anblick täuscht. Sieht man genauer hin, so bemerkt man, dass die Person mit ihren Armen mit Mühe ihren Halt auf der dünnen Himmelsleiter ausbalanciert. Ihr eines Bein schwebt über dem Abgrund. Zwar entweicht immer mehr Ballast aus ihrem Rucksack und sie wird dadurch leichter, dennoch wachsen ihr keine Flügel um zu fliegen. Wenn sie weitergehen wird, wird sie fallen. Die Lösung in einem gezwungen veränderten Essverhalten zu suchen bringt sie nicht weiter, dadurch kann sie sich nicht über alle Probleme erheben und davonfliegen, nein sie fällt nur tiefer. Und je mehr sie sich in dieses Essverhalten als Hilfeschrei und Ausdrucksform für ihre Probleme verstrickt, desto mehr schwindet ihr Realitätssinn für den Boden der Tatsachen, desto unerreichbarer wird sie für alle um sich herum.

Es ist wichtig, Angehörige zu schulen, Betroffene, die sich auf einem schmalen Grad irgendwo ganz oben bewegen, aufzufangen. Ihnen zu zeigen, wie sie einen bunten auffangenden Fallschirm ausspannen können, wenn die Betroffene droht, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Mit etwas Einsatz und der richtigen Zuwendung ( hier dargestellt durch aufwendig gebaute Menschen-Pyramiden) stoßen die Helfenden besser zum Horizont der Betroffenen vor, können sie besser unterstützen und verstehen. Die Betroffenen brauchen ein Netz aus auffangenden Armen am Boden der Tatsachen, wenn sie in einen Abgrund stürzen und den sie tragenden Boden aus den Augen verlieren.

Krisendienste

Im Falle einer akuten Krisensituation wenden Sie sich bitte an eine der untenstehenden Adressen.

Krisendienste in Deutschland (bundesweit)


Telefonseelsorge

Evangelische und Katholische Telefonseelsorge

Tel.: 0800 111 0 111 (ev.) *(Anruf aus dem Festnetz und vom Mobiltelefon kostenfrei)
Tel.: 0800 111 0 222 (kath.) *(Anruf aus dem Festnetz und vom Mobiltelefon kostenfrei)

Erreichbar: Rund um die Uhr

www.telefonseelsorge.de


Sorgentelefon für Kinder- und Jugendliche

Nummer gegen Kummer: 0800 111 03 33

Erreichbar: Mo. - Sa. 14.00 - 20.00 Uhr

www.nummergegenkummer.de

Krisendienste in München


Krisendienst Psychiatrie (München/Oberbayern)

Tel.: 0180 / 655 3000

Erreichbar: 0.00-24.00 Uhr, Hauptberatungszeit: 08.00-24.00 Uhr

www.krisendienst-psychiatrie.de


DIE ARCHE e. V.

Saarstraße 5, 80797 München

Tel.: 089 - 33 40 41

www.die-arche.de


Münchner Insel

Marienplatz Untergeschoss, 80331 München

Tel.: 089 - 220 041

Erreichbar: Mo. bis Fr. 09:00 - 18:00 Uhr und Do. 11:00 -18:00 Uhr

www.muenchner-insel.de

 

Untersuchung zur Wirksamkeit des Salut-Programms bei Cinderella e.V.


Im Wintersemester 2014/2015 untersuchte Hanna Wendler für ihre Masterarbeit in Pädagogik unsere bisherige Arbeit bei Cinderella e.V. mit dem internetgestützten Selbsthilfeprogramm "Salut" für Menschen mit Bulimie (weitere Informationen hierzu unter https://www.cinderella-beratung.de). Zu der Idee kam es, als Hanna Wendler im Rahmen ihres Studiums bei uns ein Praktikum in der Beratungsstelle absolvierte.

Zusammenfassend kann Folgendes zur Untersuchung festgehalten werden: "Bulimia nervosa (BN), eine Form der Essstörungen, besteht im Wesentlichen aus Essanfällen gefolgt von kompensatorischen Maßnahmen wie selbstinduziertes Erbrechen, Missbrauch von Medikamenten oder restriktiven Mitteln. Zudem besteht eine ausgeprägte Selbstwertproblematik. Bei der Behandlung stellt die Psychotherapie die Therapie der ersten Wahl dar. Aber auch die Selbsthilfe, insbesondere die angeleitete Selbsthilfe, kann als Interventionsform genutzt werden. Zu den angeleiteten Selbsthilfeprogrammen für BN, die das Internet als Transportmedium nutzen, zählt das Salut BN-Programm. Die Wirksamkeit dieser Intervention wurde in einigen europäischen Studien bereits untersucht und bestätigt.

Salut BN wird in Deutschland seit 2007 von Cinderella e.V. angeboten. Um einen umfassenden Blick über die bisherige Durchführung bei Cinderella e.V. zu bekommen, wurde das Programm in Rahmen dieser Arbeit unter den Aspekten der Kennzeichen der Nutzerinnengruppe, der Wirksamkeit und der Bewertung aus Teilnehmerinnensicht analysiert und diskutiert. Es zeigte sich hierbei die überwiegende Nutzung des Programms von berufstätigen oder studierenden Mädchen und Frauen, die an einer mittleren Ausprägung der Essstörungssymptomatik litten. Salut BN führte zu einer signifikanten Reduktion der Essstörungssymptomatik sowie der Depressivität und der allgemeinen Symptombelastung. Allgemein wurde das Programm von den Nutzerinnen positiv bewertet und gut angenommen. Aus diesen Ergebnissen wurden anschließend "Implikationen" für die weitere Forschung und für die Praxis bei Cinderella e.V. erarbeitet." (S. 1)

Einige interessante Details und Ergebnisse aus der Untersuchung:

  • Untersucht wurden 79 TeilnehmerInnen. Letztendlich ausgewertet werden konnten 47 Salut-Teilnehmerinnen, die das Programm regulär beendet hatten und bei denen sowohl eine Datenerhebung zu Beginn von Salut und nach Beendigung von Salut vorlag.
  • Die Drop-Out-Rate lag bei knapp einem Viertel. Sie entspricht jedoch der erhöhten Drop-Out-Rate vorheriger Untersuchungen zum Salut-Programm. Da bei anderen Untersuchungen keine Aspekte für eine Abbrecherquote gefunden werden konnten, wie z.B. Komorbidität oder Stärke der Störung, erklärte man sich die Drop-Out-Quote so, dass bei Selbsthilfeprogrammen allgemein eine Tendenz für höhere Abbrecherquoten zu finden sei. (siehe S. 70)
  • Das Durchschnittsalter der untersuchten SalutteilnehmerInnen lag bei knapp 30 Jahren (die jüngste Teilnehmerin war 16 Jahre alt, die älteste 57) und damit etwas über dem der bisherigen Studien zum Salut-Programm. Die Ausprägung der Symptomatik lag im Vergleich zu früher signifikant höher als die aktuelle Symptomatik. Die Mehrheit der Nutzerinnen hatte bereits früher Erfahrungen mit psychotherapeutischen Interventionen gesammelt, nur bei einem kleineren Teil stellte Salut die erste Interventionsform dar. (S. 67/68)
  • Je schwerer die Nutzerinnen an Bulimie erkrankt waren, desto stärker fiel die Verbesserung der Essstörungssymptomatik aus! (S. 59)
  • Die Bewertung der Nützlichkeit der einzelnen Programm-Schritte fiel durchwegs positiv aus. Wobei der Schritt 3b, in dem es um das Erarbeiten von Vermeidungsstrategien als Alternative zu Essattacken geht, am besten abschnitt: 97,9% der Teilnehmerinnen bewerteten ihn als "eher hilfreich – sehr hilfreich". (S. 64)
  • 51,1% bewerteten das in Salut zu führende Esstagebuch als "sehr hilfreich"; 27,7% als "hilfreich"; 10,6% als "eher hilfreich"; 8,5% mit "teils/teils" und nur 2,1 % der Nutzerinnen bewerteten dieses Instrument als "eher nicht hilfreich. (S. 66)
  • Die wöchentlichen E-Mail-Kontakte mit dem Salut-Coach (bei Cinderella Dipl.Soz.Päd. Sabine Sperl) bewerteten 72,3% als sehr nützlich, 23,4% als hilfreich und 2,1% der Nutzerinnen als nur mittelmäßig hilfreich. (S. 66)
  • Auf allgemeiner Ebene beurteilten alle Teilnehmerinnen diese Form der Selbsthilfe als positiv: 85% beschrieben sie als sehr gute Interventionsform; 97,9% empfanden das Salut-Programm als einfach zu bedienen. (S. 66)
  • Lediglich eine Person gab an, Salut im Großen und Ganzen als "eher ni
  • cht nützlich" empfunden zu haben. Die restlichen 46 Personen stuften Salut als "eher hilfreich" bis "sehr hilfreich" ein. (S. 66)
  • 87,4% würden das Salut-Programm anderen weiterempfehlen; 12,8% würden es vielleicht empfehlen; niemand würde es nicht weiterempfehlen. (S. 67)

(Die Seitenangaben hinter den Daten geben die jeweilige Quellenseite in Hanna Wendlers Masterarbeit "Das internetgestützte Selbsthilfeprogramm Salut BN – Eine Untersuchung der Intervention bei Cinderella e.V." / Jan. 2015, wieder)

Hanna Wendler & Sabine Sperl

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung.